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Wohin nach der Grundschule?

Wohin nach der Grundschule?

Gymnasium, Realschule, Hauptschule – Deutschland verfügt über ein dreigliedriges Schulsystem. Noch muss man sagen, denn viele Bundesländer führen derzeit umfassende Reformen durch. Doch wer entscheidet eigentlich über die weiterführende Schulform?

Nicht nur der bisweilen schlechte Ruf der Hauptschulen führt zu einem Rückgang der Schülerzahlen. Immer mehr Schüler und besonders deren Eltern wollen, dass sie das Abitur machen und gehen daher auf ein Gymnasium. Einige der neuen Bundesländer haben die Hauptschule nach der Wende erst gar nicht eingeführt, andere Bundesländer haben sie schon abgeschafft. Den Hauptschulabschluss können die Schüler an Gesamtschulen oder Realschulen trotzdem erreichen. Zur Auswahl stehen öffentliche und private Schulen.

statistik, wohin nach der grundschule?
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Wer entscheidet nach der Grundschule über die weiterführende Schulform?

Die Entscheidung, welche Schulform nach der Grundschule besucht wird, treffen je nach Bundesland die Eltern oder die Lehrer. Außerdem gibt es innerhalb Deutschlands eine unterschiedliche Dauer der Grundschulzeit: Es gibt die vierjährige und die sechsjährige Grundschule. Anschließend wechseln die Schüler auf ein Gymnasium, eine Realschule oder Hauptschule. In den einzelnen Bundesländern können die Bezeichnungen für die Sekundarstufe ganz unterschiedlich ausfallen.

Eltern vs. Lehrer

Derzeit entscheiden in Deutschland in knapp der Hälfte der Bundesländer, nämlich in acht, die Lehrer, welchen ein Schulweg ein Kind nach der Grundschule einschlägt. In sieben Bundesländern treffen die Eltern die Entscheidung über den Bildungsweg ihrer Kinder. In Bremen hängt die Wahl der weiterführenden Schulform davon ab, ob ein Schüler eine vierjährige oder eine sechsjährige Grundschule verlässt: Bei der vierjährigen Grundschule entscheiden die Eltern, bei der sechsjährigen die Lehrer.

Privatschule als Alternative?

 Wenn sich Eltern für eine Privatschule entscheiden, dann muss der Schüler zum einen ein Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren durchlaufen und zum anderen müssen die Familien mit einem Schulgeld rechnen. Trotzdem wählen mehr und mehr Eltern eine Privatschule für ihr Kind, da private Einrichtungen beispielsweise mit bestimmten pädagogischen Konzepten und außerschulischen Angeboten überzeugen, die sie an öffentlichen Schulen oft vermissen.  

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