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Überblick

Die Privatschule - nur ein Ort für Reiche?

Die etwa 4700 Privatschulen in Deutschland haben den Ruf, nur etwas für Kinder aus wohlhabenden Familien zu sein. Nur wenige wissen, dass der Gesetzgeber Kindern auch finanziell schwächeren Familien den Besuch einer Privatschule durch Finanzierung ermöglichen kann.

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Wer an dem Besuch einer Privatschule interessiert ist, hat die Wahl zwischen solchen, die vom Staat bezuschusst werden und Privatschulen, die sich ausschließlich selbst finanzieren. Nach diesem Kriterium der Finanzierung richtet sich auch die Höhe der monatlichen Kosten.

Entgegen der allgemein verbreiteten Meinung, dass diese Bildungseinrichtung nur Kindern aus wohlhabenden Familien durch eine gesicherte Finazierung vorbehalten ist, sieht das bestehende Sonderungsverbot vor, dass Kinder nicht aufgrund der Höhe des Schulgeldes vom Besuch der Schule ausgeschlossen werden dürfen.

Finanzierung des Privatschulbesuches

Die soziale Trennung von Schülern aus Gründen der Finanzierung ist durch den Artikel sieben des Grundgesetzes untersagt. Aufgrund dieses Gesetzes sind private Bildungseinrichtungen somit verpflichtet, alle Schüler aufzunehmen, auch wenn diese nicht aus einer finanziell abgesicherten Familie stammen. Somit muss das Schulgeld auch für materiell benachteiligte Eltern begleichbar sein. Da beispielsweise eine Finanzierung des Schulgeldes von monatlich 100 Euro nicht von allen Erziehungsberechtigten bezahlbar ist, können ihre Kinder eine Finazierung durch Stipendien oder Freiplätze bekommen.

Höhe der monatlichen Kosten einer Privatschule

Generell verlangen Privatschulen mit staatlichem Zuschuss ein Schulgeld, das durchschnittlich etwa 100 Euro im Monat beträgt. Darüber hinaus besteht häufig die Möglichkeit der Ganztagsbetreuung. Diese beinhaltet Mitttagessen und Nachmittags- verpflegung und kostet zusätzlich etwa 200 bis 300 Euro monatlich. Eine weitere Variante sind kirchliche Privatschulen. Diese kosten etwa 50 Euro pro Monat.

'Private' Privatschulen hingegen verlangen monatlich generell etwa 300 bis 800 Euro. Diese Kosten beinhalten die Ganztagsbetreuung des Schülers. Darüber hinaus müssen die Aufwendungen für Lernmaterial, Ausflüge und Reisen einkalkuliert werden. Neben Stipendien und Geschwisterermäßigungen wird die Höhe des Schulgeldes häufig gemäß des elterlichen Einkommens gestaffelt. 

Einige Privatschulen sehen die angegebene Summe lediglich als Richtwert. Hier sollen die Eltern selbst entscheiden, wie viel ihnen die Ausbildung ihres Kindes im Monat wert ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Förderverein der Schule finanziell zu unterstützen.  


 

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