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Waldorfpädagogik

Waldorfpädagogik: selbstbewusster Start ins Leben

Sind Schulen mit Waldorfpädagogik die Wegweiser der Bildungszukunft? Ausgangspunkt der Erziehung ist die Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner, bei der es weder Sitzenbleiben noch Noten gibt und dabei viel Platz für freie Entfaltung lässt.

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Waldorfschulen sind Privatschulen, das heißt Schulen in freier Trägerschaft, mit besonderer pädagogischer Prägung und rechtlich gesehen staatlich anerkannte Ersatzschulen. So werden Schüler an Waldorfschulen  nicht nach einem staatlichen Lehrplan unterrichtet, können aber staatlich anerkannte Abschlüsse machen. Im Falle des Abiturs findet dieses dann in der Regel als externe Prüfung statt, auf die die Schüler an der Waldorfschule vorbereitet werden.

Da bei freien Schulen meistens nicht alle Kosten durch staatliche Zuschüsse gedeckt werden können, müssen sich die Eltern an den Schulkosten für die Freien Waldorfschulen beteiligen.

Besonderheiten der Waldorfpädagogik

Die Klassengemeinschaft bleibt an Waldorfschulen von der ersten bis zur zwölften Klasse in der gleichen Konstellation zusammen, wobei die Begabungen der Schüler auf Grund des Status einer Gesamtschule stets heterogen sind, was das Erüben sozialer Kompetenzen fördert. Sitzenbleiben ist für Waldorfschüler ein Fremdwort, denn in der Waldrofpädagogik gilt die Haltung, dass niemand aufgrund eines vermeintlichen Defizits unterwegs "sitzengelassen" wird, sondern spezielle Förderung erhält. Auch Noten werden erst ab der Oberstufe (9. Klasse) eingeführt, die davor üblichen Textzeugnisse berichten jedoch ausführlich über die Entwicklungen, Stärken/Schwächen und den aktuellen Stand der einzelnen Schüler.

Schwerpunkte der Waldorfpädagogik

Der Lehrplan an Waldorfschulen ist in der Regel breiter gefächert als an einer staatlichen Schule. Viele Projekte und Praktika sollen den Schülern helfen, fächerübergreifend zu lernen und selbstbewusst aufzutreten. Ein Schwerpunkt der Waldorfpädagogik ist die Unterstützung der sozialen sowie kreativen und künstlerisch-handwerklichen Fähigkeiten der Schüler. Bei allem was gelehrt wird, gilt die waldorfpädagogische Grundhaltung: Jedes Kind ist ein Könner, und zwar auf seine ganz individuelle Weise. Und so verläuft nach Rudolf Steiners Waldorfpädagogik auch die körperliche, emotionale, soziale und kognitive Entwicklung eines Menschen sehr individuell.

Die ersten acht Jahre werden die Schüler dabei von ihrem Klassenlehrer begleitet, der so die Möglichkeit hat, eine besondere Beziehung zu ihnen aufzubauen, sie gut kennenzulernen und dann ganz individuell auf jeden Einzelnen einzugehen. Ein besonderes Fach der Waldorfschulen ist die Eurythmie. Sie ist eine Bewegungskunst, bei der Laute, Musik und die damit verbundenen Empfindungen in sichtbare Bewegungen umgesetzt werden. Das schult nicht nur das Sprach- und Musikverständnis der Kinder und Jugendlichen, sondern trägt auch in erheblichem Maße zu ihrer motorischen Förderung bei und lehrt sie wie nebenbei, in der Gruppe aufeinander zu achten.

Abschlussmöglichkeiten an der Waldorfschule

Der Lehrplan einer Waldorfschule endet mit dem zwölften Schuljahr und dem Waldorf-Abschluss. Je nach Schulprofil ist der Waldorf-Abschluss mit dem Realschulabschluss oder sogar mit der Fachhochschulreife verbunden. Anschließend haben Waldorfschüler die Möglichkeit, sich in der 13. Klasse an ihrer Schule auf das staatlich anerkannte Abitur vorzubereiten, das in der Regel von externen Prüfern als Zentralabitur abgenommen wird.

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