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Warum gibt es Privatschulen? Teil 2

Aufschwung und Boom der Privatschulen

Doch renommierten und traditionsreichen Privatschulen, die auf eine langjährige Erfahrung in der pädagogischen Arbeit zurückblicken, gelingt es, die Krise zu meistern. Mit neuen Angeboten können sie das Image und Interesse an Privatschulen wiederherstellen. So ist in der Tat seit den 1990er Jahren ein Anstieg an Privatschulen zu verzeichnen.

Als Gründe werden zum einen die Veränderungen innerhalb Deutschlands mit der Wiedervereinigung und zu anderen die Ergebnisse der PISA-Studie angeführt.
Heute sehen sich Privatschulen nicht als Konkurrenz zu den staatlichen Schulen, sondern vielmehr als Alternative zu öffentlichen Schulen. Besonders für Kinder, die einer individuellen Förderung bedürfen. Gegenseitiger Austausch und Synergie-Effekte könnten sich positiv auf das gesamte deutsche Schulsystem auswirken.

Staatliche Finanzierung der Privatschulen

Artikel sieben des Grundgesetzes verpflichtet den Staat, die Gründung privater Schulen finanziell zu fördern, damit sie eine Chance haben, sich zu etablieren. Allerdings müssen sich die Privatschulen erst in einer Bewährungsphase von drei Jahren beweisen, bevor sie mit 60 bis 70 Prozent bezuschusst werden. Eine Ausnahme stellt da Nordrhein-Westfalen dar, wo Privatschulen vom ersten Tag an mit 94 Prozent unterstützt.

Die Höhe der staatlichen Zuschüsse ist an die Höhe des Schulgeldes gebunden. An dieser Stelle entstehen immer wieder Reibungspunkte. In der Vergangenheit gab es dazu schon zahlreiche Gerichtsentscheidungen. Trotz der staatlichen Finanzierung gehen auch Privatschulen immer wieder mal insolvent gewesen.


 

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